Vorhaben

Der Technologiecluster Zug setzt ein Signal für die Zukunft der Industrie in der Schweiz. Am einzigartigen Standort in Zug entsteht ein attraktives Innovationsquartier mit grosser Ausstrahlung. Ein Höchstmass an Vernetzung schafft ein Stück lebendige Stadt.

Blick in Richtung Süden über das Areal der V-ZUG, den Zugersee und die Zentralschweizer Alpen. Deutlich erkennbar ist die gute Lage des Areals in der Stadt. Vordergrund das neue Produktionsgebäude "Mistral" auf dem Nordteil des Areals, rechts davon das im Jahr 2009 bezogene Hochregallager "ZUGgate". Hinter dem Gebäude ein Teil der alten Fabrikhallen, die ersetzt werden. Links oben das Südareal, wo vier neue Baufelder entstehen.

Ausgangspunkt für das Vorhaben Technologiecluster Zug (TCZ) ist die strategische Erneuerung des Werkareals der V-ZUG. Die Modernisierung und räumliche Konzentration der Produktion ermöglichen die Ansiedelung von zusätzlichen Industriebetrieben, technologienahen Dienstleistungen und Ausbildungseinrichtungen. Auf acht neuen Baufeldern soll ein vernetztes, qualitativ hochstehendes und städtisches Ökosystem für Innovation, Produktion und Ausbildung entstehen.

V-ZUG lanciert den Technologiecluster, will aber zusätzliche Firmen, Start-ups, Institutionen sowie weitere Nutzungen ansiedeln. Das Ziel des Projekts ist ein zukunftsfähiges Stück Stadt, das auf engem Raum Produktion, Forschung und Entwicklung, Gewerbe und Wohnen vereint. Der öffentliche Mehrwert des TCZ besteht in der Stärkung des Werkplatzes Zug über das V-ZUG-Areal hinaus. Hinzu kommen innovative und zukunftsweisende Lösungen zur Sicherung der Nachhaltigkeit. Der TCZ versteht sich dabei als «Stadtlabor», das auf fortwährende Transformation und Optimierung zielt. So kann das Areal zu einem Wahrzeichen für den Kanton, die Stadt und die Marke Zug werden.



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Portraitbild Dr Werner Bw

Der Entscheid, die Produktion der V-ZUG AG in der Stadt weiterzuführen und gleichzeitig die Nutzung des Areals zu diversifizieren, wird oft als mutiger Schritt begrüsst. Es geht hier aber nicht einfach um ein «Bekenntnis» zum Standort Schweiz – obwohl dessen Vorteile im internationalen Vergleich nach wie vor enorm sind. Vielmehr schafft die allumfassende technologische Umwälzung ganz neue Voraussetzungen für die Industrie. In der neuen digitalen Welt wird ein städtischer Standort zum Wettbewerbsvorteil im Kampf um die talentierten Wissensarbeiter. 


Dr. Jürg Werner
CEO Metall Zug

Am Anfang des TCZ steht das Bekenntnis zum Industriestandort Schweiz Während viele Betriebe Teile der Produktion ins Ausland verlagern, investiert die Metall Zug massiv in die industrielle Zukunft des bisherigen Standortes Zug. Diese Arealtransformation ist in verschiedener Hinsicht ausserordentlich, ja pionierhaft:

Industrie 4.0

Die Diskussion über Deindustrialisierung und die Hochpreisinsel Schweiz blendet aus, dass sich in der Industrie ein Wandel zu einer höheren Wertschöpfung abspielt. Bei den Produkten wird der Anteil der «Software» am Erfolg immer grösser – inklusive der umfassenden Dienstleistungen. Die Produktion wird zunehmend von der Robotik und selbstgesteuerten Prozessen beherrscht. Die vielzitierten Schlagworte «Internet der Dinge» und «Industrie 4.0» bilden die inhaltliche Leitschnur für den geplanten Technologiecluster in Zug.

Urbaner Standort für Wissensarbeiter

Der TCZ nützt städtische Standortvorteile zur Ansiedlung neuer Industrien mit hohen Wissens-Anteilen und damit höchster Wertschöpfung. Die dafür benötigten hochqualifizierten Arbeitskräfte suchen nicht nur leicht erreichbare Arbeits- und Schulorte, sondern zunehmend auch eine vielfältige städtische Umgebung und eine urbane Kultur.

Maximale Flexibilität

Die Transformation eines grossen Industrieareals unter laufender Produktion erfordert einen langfristigen Horizont mit ständigen Anpassungen an veränderte Bedingungen und Opportunitäten. Die zukünftigen industriellen und gewerblichen Nutzer des Areals werden zudem spezifische Anforderungen mitbringen, was eine partnerschaftliche Einbindung in den Planungsprozess erfordert. Zusammen mit den Behörden wird deshalb ein maximal flexibler Bebauungsplan entwickelt.